⚽ Die KI-WM hat begonnen
PLUS: 4 weitere Stories, wöchentliche Shorts & Tipps sowie KI-Ranking

Guten Abend 🌙
Eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY+ hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
👋 Meta Enterprise Agent - Metas KI-Agent für Vertrieb und Kundensupport
🚀 Claude Fable - Anthropics neues Modell der Mythos-Klasse
🗣️ Gemini 3.5 Live Translate - Sprach-KI für Live-Übersetzungen in über 70 Sprachen
🎆 Reve 2.0 - Das neue 4K-KI-Bildmodell von Reve mit neuen layoutbasierten Bearbeitungsfunktionen
🎬 Frames.md - Das Format von HeyGen zur Erstellung markenspezifischer, einheitlicher KI-Videos
01
Ein Brokkoli-Bauer baut sich sein eigenes Software-Team

Bildquelle: OpenAI / Hiroki Tomiyasu
OpenAI hat die Geschichte von Hiroki Tomiyasu veröffentlicht, einem Landwirt aus Hokkaido in Japan, der mit ChatGPT und Codex eigene Softwarelösungen entwickelt, um seinen Betrieb zu automatisieren und effizienter zu steuern.
Die Details:
Tomiyasu bewirtschaftet rund 100 Hektar Land auf der japanischen Insel Hokkaido. Dort baut er unter anderem Sojabohnen, Frühlingszwiebeln, Kürbisse und Brokkoli an und eignete sich sein landwirtschaftliches Wissen größtenteils selbst an.
Mithilfe von KI analysiert er Satellitenbilder seiner Felder, überwacht den Zustand seiner Pflanzen, erkennt mögliche Krankheiten und verwaltet Betriebsdaten über eine selbst entwickelte Datenbank.
Codex unterstützte ihn außerdem beim Aufbau eines automatisierten Gewächshaus-Systems. Lüftungen können per Textbefehl gesteuert werden, zusätzlich hilft ein Bot bei organisatorischen Aufgaben.
Tomiyasu beschreibt KI als einen jederzeit verfügbaren Ingenieur. Dadurch könne er Automatisierungsprojekte umsetzen, für die früher ein eigenes Entwicklerteam nötig gewesen wäre.
Warum das wichtig ist: Tomiyasu zeigt, wie sich die Rolle von Software verändert: Wer ein Problem hat, muss nicht mehr darauf warten, dass ein Unternehmen eine passende Lösung entwickelt. Mit den richtigen KI-Werkzeugen können immer mehr Menschen ihre eigenen Tools bauen, selbst wenn sie weder Programmierer noch Ingenieure sind.
02
Apple macht Siri zur KI

Bildquelle: Apple
Apple hat auf der WWDC 2026, der jährlichen Entwicklerkonferenz des Unternehmens, seine lange erwartete KI-Offensive vorgestellt. Zwei Jahre nach dem holprigen Start von Apple Intelligence erhält der Sprachassistent nun ein umfassendes Upgrade und tritt künftig unter dem Namen Siri AI auf.
Die Details:
Siri AI basiert auf einer Kombination aus Apples eigenen Modellen und speziell angepasster Gemini-Technologie von Google. Dabei handelt es sich nicht um dieselben Modelle, die Google direkt seinen Nutzern anbietet.
Die KI kann Inhalte auf dem Bildschirm verstehen, Informationen aus Apps wie Fotos oder Nachrichten einbeziehen und appübergreifende Aktionen ausführen, um komplexere Aufgaben zu erledigen.
Mit der neuen Siri-AI-App erhält Apple erstmals eine eigenständige Chatbot-Oberfläche. Frühere Gespräche werden geräteübergreifend synchronisiert und privat verfügbar gemacht.
Apple betont den Datenschutz als zentrales Element des Systems. Anfragen werden entweder direkt auf dem Gerät verarbeitet oder über die Infrastruktur "Private Cloud Compute" abgewickelt, ohne dass persönliche Daten dauerhaft gespeichert werden.
Siri AI erscheint im Herbst als kostenloses Update für das iPhone 15 Pro und neuere Modelle. Eine öffentliche Beta startet bereits im kommenden Monat. Nutzer in der EU und in China gehen zum Start jedoch leer aus.
Warum das wichtig ist: Für viele iPhone-Nutzer dürfte Siri AI wie ein großer Fortschritt wirken. Wer jedoch regelmäßig neuste KI-Modelle verwendet, wird sich bei vielen der gezeigten Funktionen eher an den Stand der KI-Welt von 2024 erinnert fühlen als an das Jahr 2026. Und in der EU? Apple macht den Digital Markets Act für die Verzögerung verantwortlich, während die EU-Kommission widerspricht und betont, die Nichtveröffentlichung sei allein Apples Entscheidung gewesen.
03
Anthropic macht seine Mythos-KI erstmals öffentlich zugänglich

Bildquelle: Anthropic
Anthropic hat mit Claude Fable 5 erstmals ein Modell aus seiner bislang abgeschotteten Mythos-Reihe für die breite Öffentlichkeit freigegeben. Die neue Version bringt zusätzliche Sicherheitsbeschränkungen mit und erreicht gleichzeitig Spitzenwerte auf nahezu allen wichtigen KI-Benchmarks.
Die Details:
Die im April vorgestellte Mythos Preview war ausschließlich über das Programm Project Glasswing für mehr als 150 ausgewählte Partner verfügbar und deckte dabei schwerwiegende Schwachstellen in Betriebssystemen und Browsern auf.
Claude Fable 5 ist eine stärker eingeschränkte Variante von Mythos. Anfragen zu sensiblen Bereichen wie Cybersicherheit, Biologie oder Chemie werden automatisch an das ältere Modell Opus 4.8 weitergeleitet.
Auf zahlreichen Benchmarks erzielt Fable neue Bestwerte und übertrifft dabei sowohl Opus 4.8 als auch GPT-5.5 in Bereichen wie Programmierung, logischem Denken und wissensintensiven Aufgaben.
Parallel veröffentlicht Anthropic Mythos 5 für Partner im Project-Glasswing-Programm. Das Modell erlaubt mehr Freiheiten bei Cybersicherheitsanwendungen und ist günstiger als die bisherige Mythos Preview.
Fable soll eigentlich bis zum 22. Juni in allen Claude-Abonnements zur Verfügung. Kurz nach dem Start musste Anthropic jedoch den Zugang wieder abschalten. Nach Angaben des Unternehmens ordnete die US-Regierung aus Gründen der nationalen Sicherheit an, den Zugriff für alle ausländischen Staatsbürger zu sperren, auch für ausländische Anthropic-Mitarbeiter in den USA.
Anthropic widerspricht der Begründung deutlich: Der mutmaßliche Jailbreak sei eng begrenzt, betreffe nur bekannte kleinere Sicherheitslücken und zeige keine Fähigkeiten, die nicht auch andere öffentlich verfügbare Modelle wie GPT-5.5 leisten könnten.
